Formen der Inkontinenz und Senkungen

Harninkontinenz bedeutet unwillkürlicher Urinverlust. Um die richtige Behandlung herauszufinden, muss zunächst die Form der Harninkontinenz diagnostiziert werden.

Belastungsinkontinenz

Der Anstieg des Druckes im Bauchraum unter körperlicher Belastung wie Husten, Lachen, Niesen, Heben, Bergabgehen und Joggen führt zur Öffnung der Harnröhre mit unwillkürlichem Urinabgang.

 

Überaktive Blase mit und ohne Dranginkontinenz

Überaktive Blase mit und ohne Dranginkontinenz zeichnet sich durch eine zu empfindliche Blase aus, die sich häufig aus völliger Ruhe heraus zusammenzieht. Daraus resultiert ein teilweise schmerzhaftes nicht unterdrückbares Dranggefühl. Teilweise ohne, teilweise mit Urinverlust. Patientinnen müssen häufiger die Toilette besuchen.

Mischinkontinenz

In 20 % bis 30 % der Fälle haben wir es mit einer Kombination beider Formen zu tun, das heißt Drang- und Belastungsblasenschwäche.

Descensus / Senkungsbeschwerden

Je nach Ort der Senkung spricht man von einer Blasen-, Gebärmutter- oder Darmsenkung. Die Senkung und Blasenschwäche sind zwei unterschiedliche Krankheiten, die getrennt oder gemeinsam auftreten können. Eine fortschreitende Senkung, die oft unbemerkt ist, kann eine vorhandene Blasenschwäche „lindern“ oder sogar zur erschwerten Blasenentleerung führen. Wir sprechen von einer sog. „versteckte Blasenschwäche“.