Herzlich willkommen in der Adipositaschirurgie


Viele Wege zur Gewichtsreduktion führen nicht zu einem bleibend erniedrigten Wunschgewicht, sondern über einen "Jojo"-Effekt zu einem beständig zunehmenden Gesamtgewicht. Diese Erfahrung konnte auch in wissenschaftlichen Untersuchungen weltweit bestätigt werden. Bei Bestehen einer Adipositas Grad II mit Zusatzerkrankungen oder einer Adipositas Grad III ist die Indikation zu einer operativen Therapie gegeben.

In der Adipositas-Chirurgie kann die individuelle Planung einer passenden Operation durch das neu verstärkte interdisziplinäre Team im Adipositaszentrum jetzt noch besser erfolgen. Wir freuen uns, Ihnen in Zukunft ein modernes erweitertes Konzept zur Umsetzung und Behandlung Ihrer Erkrankung anbieten zu können.

 

Zur Adipositas (Krankhafte Fettleibigkeit)

Die weltweit weiter zunehmende Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die, einmal eingetreten, lebenlang bestehen bleibt. Ist das Körpergewicht über Jahre zu hoch und kann der BMI nicht durch konservative Maßnahmen unter einen BMI von 35 kg/m² gesenkt werden, besteht das Risiko, weitere Zusatzerkrankungen zu bekommen. Damit sinken die Lebenserwartung und vor allem die Lebensqualität rasch und erheblich. Die symptomatische Therapie der Begleiterkrankungen rückt in den Vordergrund und die Einnahme von Medikamenten nimmt zu. Die hohe Belastung durch das extreme Körpergewicht kann nicht mehr kompensiert werden. Es drohen Depressionen, Isolation, Krankheit und Arbeitsunfähigkeit.

Durch eine Adipositasoperation sinkt das Übergewicht sehr rasch. Es kommt zu einer erheblichen Verbesserung der Situation. Der Bluthochdruck benötigt weniger Medikamente, bei Schlafapnoe ist schnell keine Maske mehr erforderlich, die Blutzuckererkrankung ist wieder besser therapierbar - manchmal sogar ohne Medikamente. Auch die Gelenkbelastung nimmt sehr schnell ab und damit auch die Schmerzen. Die Lebensqualität steigt unmittelbar nach Einsetzen der Gewichtsreduktion schnell wieder an. Nach einer Operation ist eine erhebliche Lebensumstellung und weitere ärztliche Betreuung erforderlich. Jährliche Nachuntersuchungen sind gefordert.